DSGVO - im Privatleben

Traurige Anlässe im Zeichen des Datenschutzes.

 

Verstirbt ein Angehöriger ist das ein zutiefst persönlicher Moment, der die Hinterbliebenen vor eine Anzahl an Aufgaben stellt. Eine davon ist meist 

die Veröffentlichung einer Traueranzeige in der Zeitung oder einem Heimatblatt. 

 

Und hier verlassen wir den persönlichen Bereich und befinden uns mitten im Datenschutz. Auch nach Ansicht des EUGH. Dieser führt aus, 
dass eine Veröffentlichung gegenüber einer unbekannten Anzahl an Personen nie ausschließlich persönlich oder familiär sein kann. Entscheidend ist das „ausschließlich“ in unserem Fall der Traueranzeige.

 

Bitte informieren Sie die namentlich in der Anzeige erwähnten Personen über Zweck, Umfang
bzw. Vertragsgegenstand. Denn es handelt sich tatsächlich um eine Verarbeitungstätigkeit im Sinne der DSGVO, Artikel 4, Punkt 2.

 

„Verarbeitung“ jeden mit oder ohne Hilfe automatisierter Verfahren ausgeführten Vorgang oder jede solche
Vorgangsreihe im Zusammenhang mit personenbezogenen Daten wie das Erheben, das Erfassen, die Organisation,
das Ordnen, die Speicherung, die Anpassung oder Veränderung, das Auslesen, das Abfragen, die Verwendung, die Offenlegung durch Übermittlung, Verbreitung oder eine andere Form der Bereitstellung, den Abgleich oder die
Verknüpfung, die Einschränkung, das Löschen oder die Vernichtung;

 

Sie haben die Aufgabe, die betroffenen Hinterbliebenen, die Sie in der Anzeige erwähnen
möchten, zu informieren. Dies kann erträglich in zum Beispiel einer E-Mail mitgeteilt
werden. 

Zweck (erklärt sich), Datum und Angabe der Zeitung(sausgabe) oder die
Online-Veröffentlichung sollte genügen.